Wenn der Fed-Chef KI zum Inflations-Killer erklärt
Fed sieht KI als strukturellen Inflations-Bremser; Anthropic-Mythos und Selbst-Verbesserung; Cursor öffnet Composer 2.5 SDK
Der neue Fed-Vorsitzende nennt KI ‘strukturell disinflationär’ und stellt damit die Inflations-Lehre der letzten Jahrzehnte auf den Kopf. Anthropic teasert in der eigenen UI bereits Mythos 1 für Claude Code und Claude Security, während Mitgründer Jack Clark rekursive Selbstverbesserung bis Ende 2028 ausruft. Daneben öffnet Cursor sein Composer-2.5-SDK für Entwickler.
Anthropic bereitet Mythos 1 für Claude Code und Security vor
In der internen Anthropic-Oberfläche tauchte kurz das Modell ‘mythos-1-preview’ auf, ausgerollt werden soll es exklusiv in Claude Code und einem neuen Produkt namens Claude Security. Geleakte Screenshots zeigen zusätzlich ein überarbeitetes Plans-UI sowie eine Funktion namens ‘adaptive thinking’, die das Reasoning-Budget je nach Aufgabenkomplexität automatisch skaliert. Die Richtung ist klar: Anthropic bewegt sich weg vom universellen Allzweck-Chatbot hin zu spezialisierten Modellvarianten pro Domäne. Mythos-1 dürfte das nächste Frontier-Modell sein, das Sonnet 4.7 in produktnahen Workflows ablöst. Claude Security als eigene Produktlinie deutet auf ein Defender-Modell für SOC- und Compliance-Teams hin.
Anthropic-Mitgründer Clark prophezeit Nobelpreis in zwölf Monaten
Jack Clark, Mitgründer von Anthropic, hat in einem Interview ausgesprochen, was die Labs bisher hinter Roadmaps versteckt hatten. Innerhalb von zwölf Monaten sollen Mensch und KI gemeinsam eine Nobelpreis-würdige Entdeckung machen. In zwei Jahren übernehmen bipedale Roboter Handwerksjobs in Unternehmen. Und bis Ende 2028 entwerfen KI-Systeme ihre eigenen Nachfolger, also rekursive Selbstverbesserung in Serie. Das ist die Kurzfassung der Singularitäts-These, ausgesprochen vom Insider eines der drei führenden Labore. Wer KI noch als reines Effizienz-Werkzeug plant, plant für die falsche Welt.
xAI öffnet Grok Build CLI für alle Premium-Nutzer
xAI gibt Grok Build, seinen bisher intern kursierenden CLI-Coding-Agenten, an alle SuperGrok- und X-Premium-Abonnenten frei. Der Agent läuft direkt im Terminal und kann nebenbei die X-Suche als Read-only-Client bedienen, also live Tweets durchforsten, ohne dass der Browser geöffnet wird. Eine Desktop-App soll folgen. Damit zieht xAI an Anthropic Claude Code und OpenAI Codex in dieselbe Kampfzone, das Terminal, in dem Entwickler ohnehin den ganzen Tag leben. Wer X-Premium bereits zahlt, bekommt den Agenten ohne Aufpreis.
Cursor öffnet Composer 2.5 als programmierbares Agenten-SDK
Mit dem neuen Cursor SDK lassen sich eigene Agenten direkt auf Basis von Composer 2.5 programmieren, verfügbar ab sofort für Python und TypeScript. Beide Stacks reden gegen denselben Endpoint, der auch die IDE selbst antreibt. Zum Launch gibt Cursor übers lange Wochenende 90 Prozent Rabatt auf die Composer-Nutzung im SDK. Damit wandert der Bauplan der Cursor-IDE in die Hand der Entwickler, der Editor wird zur Referenz-Implementation einer offenen Agenten-Plattform. Wer eigene Coding-Workflows automatisieren will, hat jetzt direkten Zugriff auf das Modell, das in der Original-IDE Code schreibt.
CADAM macht Blender zum sprachgesteuerten CAD-Studio
Ein neues Plugin namens CADAM verwandelt ChatGPT, Claude und Gemini in einen Echtzeit-3D-Copiloten direkt im Blender-Viewport. Statt durch Menüs zu klicken, beschreibt man das gewünschte Bauteil in normalem Deutsch oder Englisch, und das Modell baut die Geometrie, editiert Kanten und setzt Parts in die Szene. Damit löst sich die jahrzehntealte Trennung zwischen CAD-Spezialist und 3D-Generalist auf. Konstruktion wird zum Dialog, der Modeller zum Regisseur. Wer Produktideen testen, Prototypen visualisieren oder Pitches mit echtem 3D-Material unterfüttern will, kommt jetzt ohne Vorkenntnisse zum Ergebnis.
Der Fed-Chef nennt KI ‘strukturell disinflationär’
Der neue Fed-Vorsitzende beschreibt die kommenden Jahre als historischen Moment und stuft KI als ‘strukturell disinflationär’ ein. Übersetzt: Produktivitätsgewinne drücken Preise dauerhaft, nicht zyklisch. Für die Geldpolitik heißt das, dass Notenbanken KI-getriebene Effizienzgewinne nicht mehr mit Zinserhöhungen kontern müssen. Wenn der mächtigste Zentralbanker der Welt dieses Wort wählt, ist das ein Signal an Märkte, Unternehmen und Investoren: Der nächste Produktivitätsschub kommt aus den Modellen, nicht aus dem Arbeitsmarkt. Eine Aussage dieser Klarheit hätte vor zwölf Monaten noch niemand aus dem Eccles Building erwartet.
Zalando senkt Retouren um drei bis vier Prozent mit 3D-Zwillingen
Der Berliner Modehändler scannt sein Produktsortiment in dreidimensionale Zwillinge ein, gebaut auf NVIDIAs Omniverse-Stack zusammen mit dem Schweizer Spezialisten Allsides. Das Ergebnis: drei bis vier Prozent weniger Retouren und gleichzeitig steigende Add-to-Cart-Raten. Bei einem Konzern mit über 50 Millionen aktiven Kunden bewegt jeder Promille-Punkt zweistellige Millionenbeträge. Die digitalen Zwillinge laufen direkt im Browser, jedes Kleidungsstück wird zu einem physikalisch korrekten 3D-Asset, das Stoff, Schnitt und Bewegung simuliert. Aus dem Bekleidungsversender wird ein Datenunternehmen, das seine eigene Logistik mit Pixeln optimiert.
Quelle: Nvidia
Ferrari macht den F1-Fan zum personalisierten Datenprojekt
IBM und Scuderia Ferrari HP haben TechCrunch hinter die Kulissen ihrer KI-Plattform für das Fan-Erlebnis gelassen. Über Sprachmodelle, Telemetrie und personalisierte Empfehlungen soll aus dem Zuschauer ein dauerhaft adressierbarer Datenpunkt werden, der zwischen Boxenstopp und Quali-Runde Inhalte bekommt, die zu seiner Historie passen. Für Ferrari ist das die Antwort auf den Streaming-Druck: Die Marke verdient nicht mehr nur am Rennsonntag, sondern in jeder Minute zwischen den Rennen. F1 wird zur Blaupause dafür, wie etablierte Premiummarken KI in die Kundenbindung einbauen, ohne den Mythos zu verbrennen.
Quelle: TechCrunch
UBTECH-Humanoid Walker C1 wird offizieller Messe-Sprecher
UBTECH enthüllt mit dem Walker C1 die nächste Generation seiner Humanoiden, und das Debüt findet nicht in einer Werkhalle statt. Auf der China International Supply Chain Expo tritt der Roboter als erster offizieller ‘Silicon Spokesperson’ auf, also als Markengesicht der Veranstaltung. Damit kippt UBTECH die Rolle des Humanoiden vom Werkstückträger zum Markenrepräsentanten. China führt vor, dass die eigene Robotik-Industrie nicht nur Produkt, sondern auch PR-Vehikel für den globalen Lieferketten-Diskurs ist.
Fraunhofers evoBOT balanciert Cargo wie ein invertiertes Pendel
Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik zeigt evoBOT, einen zweirädrigen Roboter-Helfer der wie ein invertiertes Pendel balanciert und Cargo-Arbeiter beim Transport von Paketen unterstützt. Der Bot greift Güter mit zwei Armen, fährt über holprige Oberflächen und meistert Steigungen ohne umzukippen. Während die globale Aufmerksamkeit auf chinesischen Vollhumanoiden liegt, baut Deutschland still einen anderen Pfad: spezialisierte Logistik-Roboter mit minimalem Footprint statt einer humanoiden Universallösung für jeden Einsatz.
Bei den Enhanced Games startet der erste dopinglegale Wettkampf
Morgen Nacht schwimmt James Magnussen, 35, zweifacher Weltmeister, bei den Enhanced Games. Die Liga lässt leistungssteigernde Mittel offiziell zu. Sein Ruhepuls liegt bei 28 Schlägen pro Minute, Elite-Ausdauersportler kommen auf 40 bis 50. Letztes Jahr brachte ihn der erste PED-Zyklus auf 115 Kilo, er sank im Wasser. 18 Kilo runter, jetzt sucht er den Sweet Spot zwischen Muskelmasse und Auftrieb. Sein Anzug ist ein Polyurethan-Supersuit, den World Aquatics 2010 verbot, nachdem damit 43 Weltrekorde gefallen waren. Aus sieben Jahren Rente zurück, um zu zeigen was ein menschlicher Körper unter freigegebener Pharma noch kann.
Chart des Tages: Googles Token-Volumen wächst um Faktor 330
Quelle: Sundar Pichai, Google I/O 2026
Im Mai 2024 lag Googles monatlicher Token-Durchsatz noch bei 9,7 Billionen, ein Jahr später schon bei rund 480 Billionen. Heute, im Mai 2026, sind es 3.200 Billionen. Faktor 330 in 24 Monaten. Das ist nicht nur ein Wachstumssprung, das ist die neue Grundlast der Suche, von Workspace und der Gemini-Modelle. Jede Anfrage, die früher als Link beantwortet wurde, läuft heute durch ein Modell und kostet Tokens. Wer in dieser Größenordnung Compute orchestriert, baut die Infrastruktur, auf der die nächste Software-Generation laufen wird.
Tool-Empfehlung: Voicely
Voicely ist eine DSGVO-konforme Diktiersoftware mit KI-gestützter Spracherkennung, die in jeder App läuft. Versprochen wird laut Tagline fünfmal schnelleres Schreiben, vom Slack-Update bis zum Mail-Entwurf direkt per Stimme. Ein nützlicher Werkzeugkasten-Eintrag für alle in der KI-Bubble, die nicht nur über Produktivität reden, sondern den eigenen Schreiballtag tatsächlich beschleunigen wollen: voicely.de.










