Trump kündigt auf Truth Social eine AI Force an und sucht einen KI-Zar, während Flock Safety nach 90 gekündigten Stadtverträgen Abfindungen verteilt. Dazu zieht Alibabas Qwen-Image-2.1 mit 60,28 Punkten an Nano Banana 2.0 vorbei, und ein Brood-War-Benchmark misst, was ein Agent pro Entscheidung wirklich kostet.
Trump kündigt eine AI Force an und sucht einen KI-Zar
Samstag auf Truth Social: eine AI Force nach dem Vorbild der Space Force, dazu ein KI-Zar, der demnächst benannt wird. Wörtlich gesucht werden nur Bewerber mit hohem IQ. Der Posten ist seit dem Rückzug von David Sacks vakant. Nebenbei lässt Trump seine Follower über einen neuen Namen für KI abstimmen: Superior, Extreme oder Supreme Intelligence. Struktur, Budget und Zuständigkeit stehen nirgends. Die Kritik an KI nennt er unbelegt einen demokratischen Hoax. In Washington wird KI damit zur Staatsräson, während Europa noch über Leitplanken diskutiert.
Quelle: TechCrunch
Flock Safety verkauft automatische Kennzeichen-Erkennung an US-Polizeibehörden. Im August dokumentierte die Washington Post 46 Fälle, in denen Beamte damit Ex-Partnern nachstellten. Florida und Texas stoppten den Einsatz, allein im August kündigten 90 Städte ihre Verträge, viermal so viele wie zuvor. Jetzt bietet das Unternehmen seinen 1.500 Mitarbeitern freiwillige Abfindungen an, sonst gäbe es fast sicher Kündigungen. Das Modell funktionierte dabei wie vorgesehen, die Leitplanken um seine Nutzung fehlten.
Quelle: TechCrunch
Qwen-Image-2.1 zieht mit 60,28 Punkten an Nano Banana 2.0 vorbei
Alibabas Qwen-Team hat Qwen-Image-2.1 veröffentlicht: 7 Milliarden Parameter im Bildteil, dazu Qwen3-VL 8B als Text-Encoder.
60,28 Punkte in der Vergleichswertung des Teams, vor Nano Banana 2.0 mit 59,82
GPT Image 1.5 kommt auf 59,65, Nano Banana Pro auf 59,45
An der Spitze steht weiter GPT Image 2.5 Sunburst mit 67,01
64-Kanal-RGBA-Autoencoder erzeugt Transparenz nativ, 2K bis 2752x1536 Pixel
Bis zu zehn Referenzbilder pro Prompt
Die Gewichte stehen unter der Qwen Research License, die Vorgänger liefen noch unter Apache 2.0. Ob daraus ein Werkzeug für den Produktiveinsatz wird, entscheidet diese eine Lizenzzeile.
In der Dokumentensuche des US Federal Register, des offiziellen Amtsblatts der USA, stand ein Modell aus Alibabas Qwen-Reihe zur Auswahl: Qwen3:0.6B, 600 Millionen Parameter, gebaut von Alibaba Cloud. Ein Archiv-Snapshot vom 16. September belegt den Einsatz, einen Tag nach dem Screenshot auf X waren die Optionen verschwunden. Die Logik dahinter ist ökonomisch: Ein Modell dieser Größe läuft auf eigener Hardware, ohne dass ein amerikanischer Anbieter jeden Token abrechnet. Was im nächsten Behördenstack den Suchindex bedient, entscheidet der Preis pro Million Token.
Quelle: Futurism
Codex Astra gewinnt 18 von 18 Brood-War-Partien
171 Partien Brood War, sechs Modell-Konfigurationen, keine Skripte: Die Agenten steuern das Spiel ausschließlich über Befehle, die sie selbst formulieren.
Codex Astra im höchsten Reasoning-Modus: 18 Siege aus 18 Spielen
Claude Fable kommt auf 83,3 Prozent, Grok 4.6 auf 11,1 Prozent, Claude Haiku auf null
Kosten pro Partie: 10,54 Dollar bei Codex, 66 Cent bei Grok
Grok dachte in einem Spiel 43 Minuten über 11.138 Reasoning-Token nach
In dieser Zeit setzte das Modell sechs Befehle ab
Echtzeit bestraft Zögern. Was einen Agenten im Betrieb trägt, sind Taktung und Preis pro Entscheidung.
Quelle: Bw
Die neue Mac-App von Metas Assistent Muse greift auf Nachrichten, Kalender und Notizen zu. Genau das macht sie brauchbar und heikel zugleich. Auffällig wird es bei der simpelsten Frage, nämlich der nach den eigenen Zugriffsrechten: Muse antwortet widersprüchlich, etwa zu Benachrichtigungen, die es vermutlich gar nicht sieht. Für Unternehmen hängt daran die Zuständigkeit. Desktop-Agenten rücken gerade an die privateste Datenschicht heran, und die Berechtigungsfrage beantwortet der Hersteller, vom Modell selbst kommt keine verlässliche Auskunft.
Quelle: The Verge
Generative KI senkt die Hürde für Angriffe auf das Stromnetz
„Wir waren immer schon Beute. Wir haben nur überlebt, weil unsere Jäger gerade keinen Appetit hatten.”
Das sagt Joshua Corman vom Institute for Security and Technology über Amerikas Stromversorgung. Generative KI wirkt laut Corman als Verstärker für Angreifer, denen bisher das Können fehlte. Wer ein Umspannwerk lahmlegen wollte, brauchte jahrelang aufgebautes Wissen über industrielle Steuerungssysteme, das steht jetzt auf Abruf bereit. Die Angriffsfläche ist alt: Laut der US-Energiebehörde EIA sind Amerikas Kernreaktoren im Schnitt 44 Jahre alt. Kraftwerkstechnik wird in Jahrzehnten geplant, Angriffswerkzeuge in Wochen.
Quelle: The Verge
Revolut hat Kontodaten von fast 700 Kunden an Kriminelle herausgegeben. Gehackt wurde PEC, Italiens offizieller Behördenkanal, über den die Anfrage kam. Die Täter gaben sich als Strafverfolger aus und forderten Mitarbeit an einer erfundenen Ermittlung, Revolut lieferte Passdaten, Kontonummern und Adressen. Betroffen sind vor allem Schweizer Kunden. Die Forderung über drei Millionen Dollar steht öffentlich auf einer Website, kontaktiert wurde Revolut nach eigenen Angaben nie. Gebrochen hat die Vertrauenskette hinter dem Kanal, und das in der Woche, in der die Bank in der Schweiz eine Banklizenz beantragt hat.
Quelle: Share
Unter dem Eisschild der Antarktis liegt ein zweiter Himalaya
Zwei Geologen der Australian National University haben 1.700 Zirkone aus antarktischem Gestein datiert, die winzigen Kristalle sind die Festplatte der Erdkruste. Das Ergebnis ist ein auffälliger Alters-Berg zwischen 650 und 450 Millionen Jahren. Ihre Deutung: Auf Gondwana türmte sich eine Gebirgskette im Format des Himalaya, heute komplett unter dem Eisschild begraben. Dieses Gebirge hat sich selbst zu Tode erodiert und dabei über riesige Tiefseefächer Nährstoffe ins Meer gekippt. Kurz danach, vor rund 538 Millionen Jahren, explodierte im Kambrium die Artenvielfalt.
Quelle: 404media
Seit Jahren zeigt das James-Webb-Teleskop winzige rote Flecken aus einer Zeit wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall, zu denen kein Modell passte. Eine Simulation von Sunmyon Chon am Max-Planck-Institut liefert jetzt eine Erklärung, veröffentlicht in Nature: Schwarze Löcher im Moment ihrer Entstehung, umhüllt von einer dichten Gasscheibe, die im Wasserstoff-Alpha-Licht glüht. Nach rund 500.000 Jahren leuchtet so ein Objekt als roter Punkt, nach etwa einer Million Jahren ist das Gas ringsum verschluckt und aus dem Fleck wird ein überschwerer Quasar. Vom ersten Aufleuchten bis zum fertigen Quasar vergeht weniger als eine Milliarde Jahre.
Quelle: Futurism
Tool-Empfehlung: Voicely
Voicely ist eine DSGVO-konforme Diktiersoftware mit KI-gestützter Spracherkennung, die in jeder App läuft. Statt zu tippen, wird diktiert, und der Text landet dort, wo der Cursor gerade steht. Für alle in der KI-Bubble, die täglich Mails, Briefings und Dokumentation schreiben, ist das ein Werkzeug, das den Schreiballtag direkt beschleunigt: mehr Infos: voicely.de.











