Spitzen-KI zum halben Preis: Anthropic launcht Opus 5
Opus 5 setzt State of the Art zum halben Preis; Claude-Voice und ChatGPT Health bauen neue Assistenten; Nvidia sichert 500 Milliarden für Speicher
Anthropic setzt mit Claude Opus 5 einen neuen Spitzenwert und halbiert dabei den Preis gegenüber der bisherigen Frontier. Parallel bauen ChatGPT und Claude ihre Assistenten aus, und Nvidia gießt 500 Milliarden Dollar in den Speicher-Engpass der KI-Fabriken.
Anthropic launcht Opus 5 zum halben Preis
Anthropic hat Claude Opus 5 veröffentlicht, das neue Standardmodell. Es erreicht nahezu das Niveau des Top-Modells Fable 5, kostet aber nur die Hälfte. Auf Coding- und Wissensarbeit-Benchmarks wie Frontier-Bench und GDPval-AA setzt Opus 5 den neuen State of the Art. Der Preis bleibt bei 5 Dollar pro Million Input-Token und 25 Dollar für Output, unverändert zu Opus 4.8. Neu ist ein Effort-Regler, mit dem Nutzer selbst einstellen, wie viel Rechenaufwand das Modell in eine Antwort steckt, von niedrig bis hoch. Es ist das vierte Modell in unter zwei Monaten, nach Mythos 5, Fable 5 und Sonnet 5.
Opus 5 verdreifacht den Bestwert auf ARC-AGI-3
ARC-AGI-3 misst nicht auswendig gelerntes Wissen, sondern ob ein Modell völlig neue Probleme knacken kann, für die es kein Training gab. Genau dort, wo die meisten Systeme abstürzen, setzt Opus 5 einen Wert, der dreimal so hoch liegt wie der des nächstbesten Modells. Der Sprung ist mehr als ein weiterer Benchmark-Punkt: Der Abstand zwischen flüssiger Musterreproduktion und echtem Schlussfolgern beginnt sich messbar zu schließen. Wer generative KI noch für aufgehübschte Autovervollständigung hält, schaut auf die falsche Kurve.
Opus 5 gewinnt den Physik-Test gegen Fable 5
Vier Modelle, dieselbe Aufgabe: drei eigenständige HTML-Szenen mit echter Physik, ein Tornado, eine Abrissbirne, ein überladener LKW auf einer Fachwerkbrücke. Nur Opus 5 löste alle drei sauber, während Fable 5 das Gebäude schon vor dem Einschlag kollabieren ließ, GPT 5.6 das Haus verfehlte und Kimi K3 im selben Loch landete. Die Rechnung dahinter: Opus 5 kostete für den Durchlauf 1,40 Dollar gegen 2,82 Dollar bei Fable 5. Beste Physik, halber Preis.
Claudes Sprachmodus läuft jetzt über Opus und Sonnet
Voice-Gespräche laufen jetzt über die großen Modelle Opus und Sonnet statt über ein abgespecktes Sprachmodell. Damit denkt Claude beim Sprechen auf demselben Niveau wie im Chat und greift mitten im Dialog auf verbundene Tools zu, liest Mails, checkt den Kalender, ohne dass man das Gespräch verlassen muss. Dazu kommen vier neue Sprachen, Spanisch, Französisch, Hindi und Japanisch, auf jedem Plan. Der Rollout läuft ab sofort als öffentliche Beta auf Mobil, Desktop und Web.
ChatGPT bekommt eine eigene Gesundheits-Zentrale
OpenAI baut Health als festen Bereich in die Seitenleiste, entwickelt mit Ärzten und frühen Testern. Mit Erlaubnis zieht ChatGPT den Kontext aus Apple Health und angebundenen Arztunterlagen in jedes Gespräch, vergleicht einen neuen Laborwert mit früheren Tests und fasst zusammen, was sich seit dem letzten Termin verändert hat. Die Daten fließen weder ins Modelltraining noch in Werbung. Health wird zur Basis, um Befunde zu verwalten, Akten zu durchsuchen und Gesundheitschats wiederzufinden. Aus dem Chatbot wird ein persönliches Vorsorge-Cockpit.
OpenAI baut mit Micro den ersten Schaltpult für KI-Agenten
Zusammen mit Work Louder bringt OpenAI ein Hardware-Keypad namens Micro für 230 Dollar. Sechs Tasten lassen sich mit einzelnen ChatGPT- oder Codex-Sitzungen belegen, ein Tastendruck springt zwischen den Agenten, eine Diktier-Taste nimmt Befehle per Stimme. Die Tasten leuchten nach Status, weiß im Leerlauf, blau beim Denken, grün fertig, rot bei Fehler. Was wie Spielerei für Coder wirkt, ist ein Vorgeschmack auf die nächste Arbeitsrealität: Wer bald nicht einen, sondern ein Dutzend Agenten parallel laufen lässt, braucht eine Kommandozentrale.
Quelle: TechCrunch
Open-Source-Agent Atomic schlägt Hermes lokal auf dem MacBook
Ein quelloffenes Agenten-Runtime namens Atomic erreicht auf dem GAIA-Benchmark 69,8 Prozent, gegen 58,5 Prozent des Rivalen Hermes, und arbeitet dabei 1,6-mal schneller. Beide liefen mit exakt demselben Modell, einem 4-bit Qwen-3.6-35B, auf einem einzigen Apple M4 Max: 37 von 53 Aufgaben in 3 Stunden 12, statt 31 in über 5 Stunden. Die eigentliche Nachricht ist größer als die Prozentzahl. Autonome Agenten brauchen kein Rechenzentrum mehr, unter MIT-Lizenz laufen sie auf der Hardware, die längst auf dem Schreibtisch steht.
Anthropic streicht 80 Prozent des Claude-Code-Prompts
Mit der Claude-5-Generation dreht Anthropic die Logik des Agentenbaus um: Für die neuen Modelle wurde über 80 Prozent des System-Prompts von Claude Code entfernt. Was jahrelang galt, den Modellen jeden Handgriff minutiös vorzuschreiben, kippt. Je fähiger das Modell, desto weniger Gerüst braucht es. Statt seitenlanger Anweisungen zählen jetzt knappe, präzise Kontexte, klar geschnittene Skills und schlanke CLAUDE.md-Dateien. Der Hebel verschiebt sich vom Mikromanagement der KI hin zur sauberen Auswahl dessen, was das Modell überhaupt sehen muss.
Quelle: Claude
Nvidia gießt 500 Milliarden Dollar in den Speicher-Engpass
Nvidia hat eine Partnerschaft über 500 Milliarden Dollar mit dem Konzern hinter SK Hynix geschlossen. Der Grund sitzt tiefer als jede Chip-Schlagzeile: Nicht die Rechenkerne bremsen die KI-Fabriken, sondern der High-Bandwidth-Memory, der die Modelle mit Daten füttert. HBM ist das Nadelöhr der gesamten Branche, und Nvidia sichert sich damit den priorisierten Zugriff darauf. Wer die Speicherversorgung kontrolliert, bestimmt das Tempo der KI-Skalierung und kann ganze Rechenzentren schneller mit eigenen Servern füllen als jeder Wettbewerber.
Quelle: The Information
Reid Hoffman und Mark Pincus starten das KI-Labor Prentis
Der LinkedIn-Gründer und der Zynga-Gründer sammeln für ihr Labor Prentis gerade 100 Millionen Dollar ein. Die These ist die eigentliche Nachricht: Nicht das Programmieren wird der größte KI-Anwendungsfall, sondern das Automatisieren der stumpfen Computer-Routine, Formulare, Klickstrecken, Copy-Paste zwischen zehn Tools, all das, was heute Millionen Angestellte den halben Tag kostet. Die eigentliche Automatisierungswelle trifft damit den Büroalltag, nicht das Rechenzentrum. Wer seine Prozesse jetzt nicht daraufhin abklopft, überlässt anderen den Vorsprung.
Quelle: TechCrunch
Midjourney kauft die Astrologie-App Co-Star
Midjourney, bislang bekannt als reine KI-Bildmaschine, übernimmt Co-Star, die personalisierte Horoskop-App mit Millionen Nutzern. Der Co-Star-Gründer wechselt zu Midjourney und soll dort die ersten eigenen Apps bauen. Der Schritt ist mehr als eine Fußnote: Ein Modellhersteller kauft sich nicht die Technik ein, sondern den direkten Draht zum Endnutzer und ein Produkt, das täglich Emotionen bedient. Die Grenze zwischen Modell-Anbieter und Consumer-Marke löst sich auf. Wer die Bilder erzeugt, will künftig auch die App besitzen, in der sie landen.
Quelle: The Verge
Boston Dynamics Atlas rudert die Wikinger-Feier im Takt mit
Boston Dynamics’ Atlas hat sich in die berühmte Viking-Row-Feier des Teams eingereiht und die synchronen Ruderbewegungen Schlag für Schlag mitgemacht, ohne die Balance zu verlieren. Was nach Spielerei aussieht, ist ein Beleg für Ganzkörperkoordination in Echtzeit: Der Roboter liest die Bewegung der Menschen, timt seinen eigenen Schwung darauf und hält dabei die Standfestigkeit. Genau diese Feinabstimmung zwischen Wahrnehmung und Motorik trennt die Labordemo von einem Roboter, der irgendwann im Alltag echt mitarbeitet.
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CorporateLLM ist eine DSGVO-konforme Unternehmens-KI-Plattform, die OpenRouter, Ollama oder jeden OpenAI-kompatiblen Provider in unter einer Minute anbindet und sicher mit dem eigenen Wissen chatten lässt, ab sofort im Free-Plan. Für alle in der KI-Bubble, die lokale und externe Modelle unter einer Oberfläche bündeln wollen, ohne Daten aus der Hand zu geben, ein Blick wert: corporatellm.de.











