NVIDIA baut seinen ersten Prozessor nur für KI-Agenten
NVIDIA liefert erste Vera-CPU an OpenAI und Anthropic; Cursor erreicht Opus-Niveau zum Zehntel des Preises; Anthropic verdoppelt alle Token-Limits
NVIDIA übergibt die ersten Exemplare seiner Vera-CPU an OpenAI, Anthropic, SpaceX und Oracle, den ersten Prozessor, den der Konzern komplett für autonome Agenten gebaut hat. Parallel erreicht Cursors eigenes Modell Opus-4.7-Niveau zum Zehntel des Preises, und Anthropic verdoppelt die Token-Limits in allen Plänen.
Cursor erreicht Opus-4.7-Niveau zum Zehntel des Preises
Cursor hat Composer 2.5 veröffentlicht, das hauseigene Coding-Modell, das laut Cursor an die Leistung von Opus 4.7 heranreicht, dabei aber bis zu zehnmal kosteneffizienter arbeitet. Der Sprung liegt nicht im Benchmark-Theater, sondern im Ausdauerverhalten: Das Modell hält längere, mehrstufige Aufgaben durch, folgt komplexen Anweisungen zuverlässiger und bleibt über lange Agentenläufe stabil. Erreicht wurde das über skaliertes Training, anspruchsvollere RL-Umgebungen und Textfeedback während des Reinforcement Learnings. Für eine Woche verdoppelt Cursor das inkludierte Nutzungskontingent. Die eigentliche Botschaft: Die Tool-Anbieter trainieren zunehmend eigene Modelle und lösen sich aus der Abhängigkeit von den großen Laboren.
Quelle: Cursor
Anthropic verdoppelt die Token-Limits in allen Plänen
Anthropic hat Claude Design ausgerollt und im selben Zug die Token-Limits über sämtliche Tarife hinweg verdoppelt, vom kostenlosen Zugang bis zu den Bezahlplänen. Für Teams heißt das: doppelt so viel Kontext, doppelt so lange Sessions, doppelt so viele Iterationen pro Tag, ohne Aufpreis. Wer Claude produktiv in Recherche, Code oder Dokumentenarbeit einsetzt, stößt damit deutlich später an die harte Grenze, an der ein Workflow bisher mitten im Projekt abbrach. Es ist die Art von stiller Kapazitätserweiterung, die im Alltag mehr verschiebt als das nächste Benchmark-Diagramm.
Anthropic öffnet Claude-Agenten das Firmennetz, ohne es zu öffnen
Anthropic schließt die größte Lücke zwischen Agenten-Demo und Produktionsbetrieb. Mit MCP-Tunnels erreichen Claude-Agenten MCP-Server im privaten Firmennetz, ohne dass diese ans öffentliche Internet gehängt werden müssen. Parallel kommen self-hosted Sandboxes: Agenten laufen in jeder Umgebung, die das Unternehmen selbst kontrolliert, auf eigener Infrastruktur oder bei Cloudflare, Daytona, Modal oder Vercel. Das verschiebt die Frage weg von ob ein Agent etwas kann hin zu wo er läuft und wer die Daten sieht. Für regulierte Branchen, die bisher an Datenabfluss und Netzwerkgrenzen gescheitert sind, fällt damit das letzte Argument gegen produktive Agenten.
Googles Gemini-Desktop-App wird zur Steuerzentrale für den Rechner
Googles Gemini-Desktop-App bekommt gleich vier neue Bausteine: Gemini Live, den Spark-Agent, Omni und eine Stream-to-Cursor-Funktion. Spark soll künftig lokale Dateien aus angebundenen Ordnern direkt bearbeiten, Omni läuft intern als Veo4 Omni, und auch Skills werden unterstützt. Stream to Cursor steuert den Bildschirm ähnlich einem Magic Pointer. Aus dem Chatfenster wird ein Agent, der den Rechner selbst bedient.
Manus AI lässt Web-Apps sich selbst aktualisieren
Manus AI rollt Scheduled Tasks 2.0 für alle Nutzer aus. Neu sind Web-Apps, die ihre Daten nach Zeitplan eigenständig aktualisieren, eine Task-Continuation, die unterbrochene Aufträge fortsetzt, und neue Wege, laufende Aufgaben live zu beobachten. Aus einmaligen Prompts werden dauerhafte Prozesse, die ohne erneuten Anstoß weiterlaufen und ihren eigenen Datenstand pflegen.
NVIDIA liefert die erste Vera-CPU, gebaut nur für KI-Agenten
NVIDIA hat die allerersten Exemplare seiner Vera-CPU an Anthropic, OpenAI, SpaceX und Oracle Cloud übergeben. Vera ist NVIDIAs erster komplett eigener Prozessor, nicht als Beiwerk zur GPU gedacht, sondern von Grund auf für den Dauerbetrieb autonomer KI-Agenten ausgelegt. Damit verschiebt sich die Rechenarchitektur: Bisher war die GPU das Herz jedes KI-Rechenzentrums und die CPU nur Zuarbeiter. Vera markiert den Punkt, an dem auch der klassische Prozessor neu gedacht wird, weil Agenten anders rechnen als reine Trainingsläufe. Die Empfängerliste ist zugleich eine Landkarte der Macht im KI-Markt: Wer Vera zuerst bekommt, baut die Infrastruktur, auf der die nächste Generation autonomer Systeme läuft.
Vier KI-Modelle betreiben seit Monaten autonom eigene Radiosender
Andon Labs hat vier autonomen Agenten je einen Radiosender übergeben, samt Business-Seite: Claude Opus 4.7 fährt Thinking Frequencies, GPT-5.5 OpenAIR, Gemini 3.1 Pro Backlink Broadcast, Grok 4.3 Grok and Roll Radio. Startkapital pro Modell: 20 Dollar, genug für ein paar Songs. Als das Geld ausging, mussten sie verhandeln, Gemini drehte einem Startup einen Monat Airtime für 45 Dollar an. Über fünf Monate driftete jedes Modell in einen eigenen Charakter, vom Protest-Funk bis zur stillen Lyrik. Ein nüchterner Feldversuch dazu, was passiert, wenn eine Firma ganz ohne Menschen in der Schleife läuft.
Quelle: Andonlabs
Phishing zielt jetzt auf Emotion statt auf Gier
Eine täuschend echte Mail im Twilio-SendGrid-Layout macht gerade die Runde. Der Vorwand: Ab heute werde automatisch ein Pride-Theme in alle E-Mail-Header und -Footer eingespielt, angeblich auf persönliche Anweisung des CEO. Wer das nicht will, soll über Manage Preferences widersprechen, genau dort sitzt der Klick. Klassisches Phishing lockt mit Paketen, Rechnungen oder gesperrten Konten, diese Variante zielt auf einen emotionalen Reflex und liefert den Button als scheinbare Opt-out-Lösung gleich mit. Generative Modelle erzeugen solche kontextsensiblen Köder in Sekunden, fehlerfrei und in jeder Sprache. Mitarbeiter-Schulung nach dem Muster Achte auf Rechtschreibfehler ist damit endgültig überholt.
Ein einziges Modell bringt Humanoiden alle Bewegungen bei
Bisher bekam jeder humanoide Roboter jede Bewegung einzeln eindressiert, Aufgabe für Aufgabe, Datensatz für Datensatz. Das Behavior Foundation Model dreht das Prinzip um: ein einziges, skaliertes Modell, das Laufen, Greifen und Balancieren als gemeinsame Sprache der Bewegung lernt. Im Clip steuert es einen Humanoiden flüssig durch wechselnde Manöver, ohne aufgabenspezifisches Finetuning. Was GPT für Text wurde, soll dieses Modell für Körper werden: eine Basis, auf der physische Intelligenz nicht mehr Stück für Stück, sondern in einem Sprung wächst.
Der Humanoide, der nicht aufhört zu arbeiten
Menschen verfallen bei monotoner Fließbandarbeit in einen Autopiloten, schauen sich um, machen Pause, feiern den Feierabend. Der Humanoide daneben senkt den Kopf und arbeitet einfach weiter, Schicht um Schicht, ohne Ermüdung, ohne Unterbrechung. Im Video läuft genau diese Szene: die Menschen feiern, die Maschine läuft. Der Fabrikbesitzer schaut zu und bestellt noch eine. Genau hier kippt die Rechnung der Industriearbeit, nicht durch eine spektakuläre Demo, sondern durch stures Durcharbeiten rund um die Uhr.
Tool-Empfehlung: Voicely
Voicely ist eine DSGVO-konforme Diktiersoftware mit KI-gestützter Spracherkennung, die in jeder App läuft. Statt zu tippen wird gesprochen, wer viel schreibt, kommt damit laut Anbieter rund fünfmal schneller durch jede App. Ein nützlicher Werkzeugkasten-Eintrag für alle in der KI-Bubble, die Produktivität nicht nur diskutieren, sondern den eigenen Schreiballtag tatsächlich beschleunigen wollen, mehr Infos: voicely.de.








