Accenture deckelt das Claude-Budget seiner Mitarbeiter auf 29 Dollar im Monat, Power-User landen bei knapp drei Prozent ihres bisherigen Verbrauchs. OpenAI bringt neue deutsche Stimmen in ChatGPT und lässt das Modell in Chrome die offenen Tabs mitlesen. Google Quantum AI senkt auf Willow die Fehlerrate bei Magic States um den Faktor 40.
Accenture deckelt das Claude-Budget auf 29 Dollar pro Kopf
Der Beratungskonzern, der seinen Kunden massive KI-Investitionen empfiehlt, spart beim eigenen Claude-Zugang. Laut interner Mitteilung gilt seit 1. Oktober:
Zentral bezahlt werden nur noch 29 Dollar pro Kopf und Monat für Claude Enterprise.
Alles darüber muss auf ein Projektbudget gebucht werden.
Auch eine Lizenz garantiert keinen dauerhaften Zugang.
Power-User mit Claude Code verbrauchten bisher 500 bis 1.000 Dollar im Monat.
Ihr neues Budget: knapp drei Prozent des bisherigen Verbrauchs.
Betroffene jagen jetzt Premium-Upgrades hinterher, einem Mitarbeiter wurde der Zugang gleich ganz entzogen.
Quelle: 404media
OpenAI bringt GPT-Live-1.1 mit neuen deutschen Stimmen
OpenAI rollt GPT-Live-1.1 für die Sprachfunktion aus, in ChatGPT, Codex und dots. Neu sind Stimmen auf Französisch, Deutsch, Hindi, mexikanischem Spanisch, Koreanisch und Japanisch. Dazu kommen natürlichere Akzente und weniger Pausen, in denen das Modell erst „checking...“ meldet, bevor es antwortet.
Das Update geht ab heute an alle Nutzer. Die API soll bald folgen, einen Termin nennt OpenAI noch nicht.
ChatGPT liest in Chrome jetzt die offenen Tabs mit
OpenAI baut die Chrome-Erweiterung von ChatGPT aus. Wer in der Web- oder Desktop-App von ChatGPT den Browser Chrome markiert, gibt dem Modell Einblick in die bereits geöffneten Tabs. Zusätzlich holt die Erweiterung den Chat und den Work-Modus als Seitenleiste direkt auf die gerade geöffnete Webseite.
Den eigenen Browser Atlas hat OpenAI eingestellt. Der Assistent zieht damit in Googles Browser ein, auf das Terrain des direkten Gemini-Konkurrenten. Welche Tabs ein externes Modell sehen darf, wird damit zur Frage für jede IT-Richtlinie.
Quelle: The Verge
OpenAI öffnet GPT-Rosalind für Universitätslabore
Mit dem neuen Rosalind Academic Plan holt OpenAI sein Biologie-Modell in die akademische Forschung. Teams sollen GPT-Rosalind nutzen, um biologische Zusammenhänge zu verstehen, Hypothesen durchzuspielen und zu entscheiden, welches Experiment als nächstes auf den Labortisch kommt. Berechtigte Labore an US-Universitäten bekommen den Zugang gesponsert. Ob das Angebot auch europäische Hochschulen erreicht, bleibt offen.
Google senkt die Fehlerrate bei Magic States auf Willow um Faktor 40
Google Quantum AI hat „Magic State Cultivation“ erstmals auf physischer Hardware demonstriert, das Paper ist jetzt in Science erschienen. Magic States sind der Rohstoff für genau die Operationen, mit denen ein Quantencomputer über alles klassisch Simulierbare hinausrechnet. Bisher waren sie teuer in der Herstellung und anfällig für Fehler.
Auf dem Willow-Prozessor sinkt die Fehlerrate gegenüber bisherigen Methoden um den Faktor 40. Die logische Fidelität liegt bei 99,99 Prozent.
NVIDIA erzeugt 2,8 Billionen Token für 22 indische Sprachen
Gemeinsam mit IIT Madras und dessen Lab AI4Bharat kündigt NVIDIA den Datensatz Nemotron-pretraining-Indic-v1 an, von Hindi und Tamil bis Sanskrit und Santali.
Basis sind englische Webtexte, komplett übersetzt und von Gemma-4-31B gegen das Original benotet.
Übersetzungen unter 75 von 100 Punkten werden mit Feedback repariert.
Die Reparatur rettete 438 Milliarden Token.
Nemotron 3.5 Super VL bekam 10 Milliarden indische Token nachtrainiert.
Ergebnis: plus 4,98 bis 9,82 Prozentpunkte auf fünf Indic-Benchmarks.
Die Pipeline ist als offenes Plugin für NeMo Data Designer verfügbar, der Datensatz folgt in Kürze.
Quelle: Hugging Face
Cal AI erzielt 30 Millionen Dollar Umsatz mit bezahlten Influencern
„Das Wichtigste für uns war, Influencer mit sehr engen Communities zu finden.“
So erklärt Gründer Zach Yadegari gegenüber TechCrunch den Erfolg seiner KI-Kalorien-App. Gestartet 2024, kurz nach seinem Schulabschluss, machte Cal AI in zwei Jahren über 30 Millionen Dollar Umsatz und ging im März an MyFitnessPal. Bezahlt wurden so viele Creator wie möglich, nach garantierter Reichweite. Ein einzelner Post brachte rund 1.000 Nutzer in zwei Tagen. Für seinen KI-Assistenten Persona hat Yadegari gerade 10 Millionen Dollar eingesammelt.
Quelle: TechCrunch
Sega zieht Shogun-2-Remaster nach KI-Upscaling aus dem Verkauf
Sega nimmt Total War: Shogun 2, Complete Edition aus den Stores. Die Neuauflage des Strategiespiels von 2011 erschien am Dienstag als Komplettpaket. Spieler klagten sofort über Bugs und über hochskalierte Grafiken, die allem Anschein nach per KI aufbereitet wurden. Vom Release bis zum Verkaufsstopp vergingen zwei Tage.
Für Unternehmen, die KI in die Produktion holen, ist der Fall ein Lehrstück über Abnahmeprozesse. Das Werkzeug skaliert Tausende Texturen in Stunden, die Qualitätsprüfung am Ende bleibt menschliche Verantwortung.
Quelle: The Verge
Coca-Cola Europacific Partners schickt Spot in Werke weltweit
Nach dem laufenden Einsatz in Barcelona rollt Coca-Cola Europacific Partners den Roboterhund Spot von Boston Dynamics weltweit aus. Im schottischen East Kilbride ist er bereits im Dienst. Dort spürt er Druckluftlecks auf und übernimmt die Kontrollrunden zur Zustandsüberwachung der Anlagen, die bisher Techniker zu Fuß abgelaufen sind.
Unitree stellt mit UniUni eine Schwarm-Steuerung für Roboter vor
Unitree hat mit UniUni ein Steuerungssystem für Roboterschwärme vorgestellt. Die Software choreografiert Bewegungen und Formationen vieler Roboter in kurzer Zeit, überwacht den Status jedes einzelnen Geräts in Echtzeit und bringt eine Sicherheitsbremsung mit.
Wer Dutzende Maschinen gleichzeitig bewegen will, braucht eine Leitstelle, und die liefert der chinesische Hersteller jetzt direkt mit. Wie viele Roboter das System parallel führen kann, nennt Unitree bislang nicht.
Chart des Tages: Gebrauchte H100 gewinnen ein Drittel an Wert
Quelle: Silicon Data, Stand 7. September 2026
Eine NVIDIA H100 kam im Herbst 2025 auf einen Restwert von rund 15.000 US-Dollar. Heute sind es etwa 20.500 Dollar, im Frühjahr lag der Wert sogar bei 22.000 Dollar. Abgeleitet ist das aus den Mietpreisen pro GPU-Stunde, aktuell 2,63 Dollar für eine H100. Normalerweise verliert Hardware jedes Jahr an Wert, bei KI-Chips kippt diese Regel, weil Rechenleistung knapp bleibt und auch ältere Generationen voll ausgelastet laufen. Selbst die B200, aktuell die teuerste Generation, kostet in der Miete 5,69 Dollar pro Stunde.
Decompilation-Community decomp.dev schließt, weil KI es zu leicht macht
„The community aspect of decompilation has been broken.“
So begründet der Admin Encounter das Aus von decomp.dev. Ein mittelgroßes Spiel zurück in C-Code zu übersetzen, dauerte früher Jahre, die Seite machte daraus ein Gemeinschaftsprojekt mit Fortschrittsbalken. Heute rekonstruiert das Tool decomp.wtf per KI-Agent ein Spiel Funktion für Funktion und prüft jede byte-genau gegen das Original. Ob ein Projekt von Menschen oder Maschinen stammt, lässt sich nicht mehr erkennen. Erstes Ergebnis der neuen Leichtigkeit: Mario läuft jetzt durch Elden Ring.
Quelle: 404media
Tool-Empfehlung: Voicely
Voicely ist eine DSGVO-konforme Diktiersoftware mit KI-gestützter Spracherkennung, die in jeder App läuft. Das Versprechen des Anbieters: fünfmal schneller schreiben, egal in welcher Anwendung. Für alle in der KI-Bubble, die täglich viel Text produzieren und ihn lieber sprechen als tippen, ein naheliegender Eintrag im eigenen Werkzeugkasten, mehr Infos: voicely.de.









